Die Chronik der Feuerwehr Schulzendorf

Die erste Feuerwehr von Schulzendorf wurde nachweislich um 1900 im Alt - Dorf gegründet. 1930 feierte die Freiwillige Feuerwehr Neu - Schulzendorf zehnjähriges Bestehen im damaligen Spritzenhaus in der Otto – Krien - Straße (hinter dem Rathaus). Das erste Fahrzeug war eine von Pferden gezogene Handdruckspritze. Nach überlieferten Aussagen wurde diese immer an festgesetzten Tagen von den Pferden der Bauern des alten Dorfes gezogen.

Da sich der Ort immer mehr vergrößerte, wurde 1930 noch ein Zug im Ortsteil Eichberg gegründet. Zu den Pionieren aus den Anfängen gehörten u.a. F. Kolberg, W. Schulze, W. Friedrich, G. Grothe und H. Kossert.

Mitte der dreißiger Jahre wurde das erste Kraftfahrzeug eingesetzt. Die Freude war groß, so kam man doch jetzt um einiges schneller an die Einsatzorte. Das zweite Auto war dann schon ein Mercedes, der im 2 Weltkrieg gute Dienste leistete. Leider ist dieser 1945 beim letzten Einsatz in Berlin ausgebrannt. Er wurde aber nach Schulzendorf zurückgeholt und in mühevoller Kleinarbeit wieder aufgebaut.

In den Kriegsjahren und bis Anfang der Fünfziger Jahre war das Löschfahrzeug in einer Garage beim Schloss im alten Dorf untergebracht. Danach wurde das Gerätehaus neben dem Inspektorenhaus gebaut. Den größten Anteil an der Wiederherstellung einer einsatzfähigen Feuerwehr hatten zu dieser Zeit H. Kossert und B. Petruck.

In den folgenden Jahren kamen immer öfter „neue gebrauchte“ Autos zum Einsatz, wie z.B. 1963 –LF 25, Typ Mercedes; 1983 – LF 16, Typ S4000; 1984 – LF 16, Typ W50; 1990 – TLF 16, Typ W50.

Da die meisten Kameraden aus der Siedlung kamen, war ein näher gelegenes Gerätehaus zweckmäßig, um die Einsatzbereitschaft und die Ausrückezeiten zu verbessern. Dazu wurde ein Gebäude in der Rosa – Luxemburg – Straße umgebaut, welches 1986 bezogen wurde.

1962 wurde die Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ gegründet. Die AG ist heute noch erfolgreich unter der Bezeichnung „Jugendfeuerwehr“ tätig.

1963 wurde die Frauenlöschgruppe gegründet. Zunächst wurde sie überwiegend im Vorbeugenden Brandschutz eingesetzt, später nahm aber auch diese am aktiven Einsatz teil.

Nach der Wende 1990 kam auf die Feuerwehr viel Neues zu. Die Statuten der DDR traten außer Kraft und es wurde eine neue Satzung beschlossen, die im Oktober 1991wirksam wurde.

Der Unterhalt der Freiwilligen Feuerwehr oblag jetzt den Kommunen. Von der Wehrleitung wurden die notwendigen Materialien und Ausrüstungen geplant, im Finanzplan festgehalten und von den Gemeindevertretern beschlossen. So konnten nach und nach dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände beschafft werden

Im Februar 1992 kam ein weiterer Fortschritt hinzu. Die Kameraden wurden mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Das Alarmieren durch Sirenen fiel weg.

Neue Einsatzbekleidung sowie Notstromaggregat wurden angeschafft. Den dringend notwendigen Rettungssatz „Schere und Spreizer“ kaufte die Wehr im Februar 1993. Ein Vertreter der Firma „Holmatro“ machte die Kameraden mit diesem Gerät vertraut.

1992 wurde vom BUND ein neues Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. Im August 1995 konnte das langersehnte TLF 25/40 TATRA in Empfang genommen werden.

Das Einsatzgebiet der Feuerwehr umfasst nicht nur den Ort Schulzendorf, sondern auch das Gewerbegebiet Waltersdorf, den Flughafen Schönefeld und einen Teil der B 179 sowie die Autobahn.

Die Zahl der Einsätze hat sich in den Jahren nach der Wende drastisch erhöht. Das liegt daran, dass sich der Schwerpunkt von Brandeinsätzen auf die technische Hilfeleistungen verlagert hat.

Die Freiwillige Feuerwehr Schulzendorf ist bemüht, zu jeder Zeit jeglichen Schaden von jedermann abzuwenden.

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Handdruckspritze                                      10 jähriges Stiftungsfest                          vor dem Schloss im alten Dorf

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Gerätehaus im alten Dorf                        Gerätehaus in der Rosa - Luxemburg - Straße


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